Mediation bei Trennung und Scheidung

In der Trennungs- und Scheidungsmediation berücksichtigen wir die persönlichen und sachlichen Folgen einer Trennung oder Scheidung und suchen mit den Partnern verbindliche und einvernehmliche Lösungen. Diese werden in einer Trennungsvereinbarung oder in einer Scheidungskonvention festgehalten. Die Scheidungskonvention wird beim Gericht eingereicht und klärt einvernehmlich und nach Vorgabe des aktuellen Scheidungsrechts unter anderem folgende Fragen:

 

  • Unterhalt (Ehegattenunterhalt)
  • Alimente (Kinderunterhalt)
  • Sorgerecht und Obhut

 

Ablauf einer Mediation

Zu Beginn der Mediation wird von beiden Parteien ein Vertrag unterzeichnet, der das grundsätzliche Einverständnis zur Mediation beinhaltet. Das Paar erarbeitet die Vereinbarungen/Lösungen schrittweise in Eigenverantwortung. Die Co-Mediatoren leiten und strukturieren diesen Prozess. Insbesondere behandeln und unterstützen sie beide Parteien gleichwertig und neutral. Alle in der Mediation ausgetauschten Informationen werden von allen Beteiligten vertraulich behandelt. Das Paar kommt freiwillig und ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich. Es ist Bedingung, dass alle Informationen offen ausgetauscht werden, um eine faire Übereinkunft erzielen zu können.

 

Bewährte Co-Mediation

Das Mediationsteam (Co-Mediation) besteht aus einer therapeutischen und juristischen Fachperson (beide jeweils mit Zusatzausbildung in Mediation). Dabei ist jedes Geschlecht im Co-Team vertreten. Diese Form der Co-Mediation hat sich bewährt: Einerseits, weil Trennung und Scheidung für die Erwachsenen und für die Kinder emotional anspruchsvolle Prozesse sind und auch komplexe juristische Fragen beinhalten. Anderseits weil die gemischt­geschlechtliche Zusammensetzung des Teams sicherstellt, dass die Anliegen und Bedürfnisse von Frau und Mann gleichwertig eingebracht und verhandelt werden können. Ein weiterer Vorteil der Co-Mediation (gegenüber der Einzelmediation) ist auch die Effizienz. Ein Co-Team kann die Mediation in der Regel umfassender, achtsamer und methodenreicher gestalten. Dies wiederum kann die Mediationsdauer verkürzen und zu einer grösseren Nachhaltigkeit führen.